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Staatsangehörigkeit

Staatsangehörigkeitsausweis

Staatsangehörigkeitsausweis, © Ute Grabowsky / photothek.net

01.12.2017 - Artikel


Allgemeine Hinweise


Häufig gestellte Fragen zum Thema deutsche Staatsangehörigkeit

Alle Angaben beruhen auf Erkenntnissen und Einschätzungen der Botschaft zum Zeitpunkt der Textabfassung. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit, insbesondere
wegen zwischenzeitlich eingetretener Veränderungen, kann keine Gewähr übernommen werden.(Stand: Jan. 2017)


Ausführliche Informationen finden Sie auf der Webseite des Bundesverwaltungsamtes (BVA). Dieses ist für Personen ohne deutschen Wohnsitz die zuständige Behörde für Staatsangehörigkeitsangelegenheiten:
www.bundesverwaltungsamt.de


Die Botschaft berät in Staatsangehörigkeitsfragen und nimmt Anträge zur Weiterleitung ans BVA entgegen.


In diesem Bereich finden Sie Informationen zu den folgenden Themen:

1. Ich möchte die irische oder eine andere Staatsangehörigkeit erwerben und dabei gleichzeitig die deutsche Staatsangehörigkeit beibehalten.
2. Ich habe die irische Staatsangehörigkeit bereits auf meinen eigenen Antrag hin erworben. Welche Auswirkungen hat dies auf meine deutsche Staatsangehörigkeit?
3. Kann mein in Irland geborenes Kind die irische und die deutsche Staatsangehörigkeit gleichzeitig haben?
4. Wichtige Information zur deutschen Staatsangehörigkeit von im Ausland geborenen Kindern, deren deutscher Elternteil nach dem 31.12.1999 im Ausland geboren wurde.
5. Optionspflicht nach § 29 Staatsangehörigkeitsgesetz für deutsche Kinder ausländischer Eltern
6. Ich möchte die deutsche Staatsangehörigkeit erwerben, ich möchte feststellen, ob ich deutscher Staatsangehöriger bin oder habe andere Fragen zum deutschen Staatsangehörigkeitsrecht.

1. Ich möchte die irische oder eine andere Staatsangehörigkeit erwerben und dabei gleichzeitig die deutsche Staatsangehörigkeit beibehalten.
Seit 28.08.2007 kann ein Deutscher die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaats der EU oder der Schweiz auf Antrag erwerben, ohne die deutsche Staatsangehörigkeit zu verlieren.
Die vorherige Einholung einer „Beibehaltungsgenehmigung“ ist nicht erforderlich. Bei Erwerb einer anderen Staatsangehörigkeit (als der eines EU-Landes oder der Schweiz) auf Antrag
muss vor Antragstellung eine „Beibehaltungsgenehmigung“ eingeholt werden, sonst geht die deutsche Staatsangehörigkeit verloren. Deutsche mit Wohnsitz im Ausland können die Beibehaltungsgenehmigung
über die Botschaft beim Bundesverwaltungsamt beantragen.

2. Ich habe die irische Staatsangehörigkeit bereits auf meinen eigenen Antrag hin erworben.Welche Auswirkungen hat dies auf meine deutsche Staatsangehörigkeit?
An dieser Stelle sind nur grundsätzliche Angaben möglich.
a) Wenn Sie nach dem 27.08.2007 die irische Staatsangehörigkeit auf Ihren eigenen Antrag hin erworben haben, hat es keine Auswirkungen auf Ihre deutsche Staatsangehörigkeit.
b) Wenn Sie zwischen 01.01.2000 und 27.08.2007 die irische Staatsangehörigkeit auf Ihren eigenen Antrag hin erworben erworben haben, ohne zuvor eine Beibehaltungsgenehmigung beim Bundesverwaltungsamt
eingeholt zu haben, dann haben Sie Ihre deutsche Staatsangehörigkeit am Tag des Erwerbs oder Wiedererwerbs der irischen Staatsangehörigkeit gemäß § 25 I des deutschen Staatsangehörigkeitsgesetzes
(StAG) automatisch verloren.
c) Wenn Sie vor dem 01.01.2000 die irische Staatsangehörigkeit auf Ihren eigenen Antrag hin erworben erworben haben, ohne zuvor eine Beibehaltungsgenehmigung (s.o.) eingeholt zu haben, dann haben
Sie gemäß § 25 I des deutschen Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetzes (RuStAG) Ihre deutsche Staatsangehörigkeit nur dann verloren, wenn Sie am Tag des Erwerbs weder Wohnsitz noch dauernden
Aufenthalt in Deutschland gehabt haben. Bei Minderjährigen, die auf Antrag des/der Sorgeberechtigen eine andere Staatsangehörigkeit angenommen
haben, müssen weitere Voraussetzungen vorliegen, damit der Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit eintritt.
Falls Sie nicht mehr deutscher Staatsangehöriger sind, sind Sie auch nicht mehr berechtigt Ihren deutschen Personalausweis oder Reisepass zu behalten, sondern müssen diese Dokumente bei der
Deutschen Botschaft in Irland abgeben. Für weiterführende Informationen zu Ihrem Einzelfall wenden Sie sich bitte an die Deutsche Botschaft
in Dublin.

3. Kann mein in Irland geborenes Kind die irische und die deutsche Staatsangehörigkeit gleichzeitig haben?
Ein Kind, das durch Abstammung von einem deutschen Elternteil die deutsche Staatsangehörigkeit hat, kann gleichzeitig durch Geburt in Irland oder durch Abstammung vom anderen Elternteil die irische
Staatsangehörigkeit erworben haben. Mehrfache Staatsangehörigkeiten sind in solchen Fällen möglich. Es muss nach deutschem Recht auch keine Wahl (Option) getroffen werden.
Ob für das Kind ein deutsches Ausweisdokument (Pass) beantragt wurde oder nicht, ist nicht ausschlaggebend. Der Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch Abstammung tritt von Gesetz wegen
mit Geburt ein. Folgende Ausnahme gilt seit 2000:

4. Wichtige Information zur deutschen Staatsangehörigkeit von im Ausland geborenen Kindern, deren deutscher Elternteil nach dem 31.12.1999 im Ausland geboren wurden
Die deutsche Staatsangehörigkeit wird grundsätzlich nach § 4 Abs. 1 StAG durch Geburt erworben, wenn ein Elternteil Deutscher ist. Ist jedoch der deutsche Elternteil selbst nach dem 31.12.1999 im
Ausland geboren und hat seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland, erwerben seine ebenfalls im Ausland geborenen Kinder nur dann die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn der deutsche Elternteil innerhalb
eines Jahres bei der zuständigen Auslandsvertretung eine Geburtsanzeige aufgibt. Diese Regelung greift nicht, wenn die Kinder dadurch staatenlos wären. Sind beide Elternteile Deutsche,
greift die Regelung nur, wenn die genannten Voraussetzungen bei beiden Elternteilen zutreffen, also beide nach 31.12.1999 im Ausland geboren wurden.

5. Optionspflicht nach § 29 StAG für deutsche Kinder ausländischer Eltern.
Hinweis: Diese Regelung betrifft und betraf nie Kinder, die die deutsche Staatsangehörigkeit durch Abstammung von einem deutschen Elternteil erworben haben.
Seit dem 01.01.2000 erwerben Kinder ausländischer Eltern, die in Deutschland geboren werden, unter bestimmten Voraussetzungen die deutsche Staatsangehörigkeit durch Geburt in Deutschland.
Mit Erreichen der Volljährigkeit müssen sie schriftlich erklären, ob sie die deutsche oder die ausländische Staatsangehörigkeit behalten wollen („Optionspflicht“).
Dies ist nicht der Fall, wenn das Kind am 21. Geburtstag
– mindestens acht Jahre gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hatte
– sechs Jahre in Deutschland eine Schule besucht hat oder
– über einen in Deutschland erworbenen Schulabschluss oder eine in Deutschland abgeschlossene Berufsausbildung verfügt.
Es besteht keine Optionspflicht wenn die andere Staatsangehörigkeit die eines EU-Mitgliedstaates oder der Schweiz ist.
Von der Optionspflicht sind auch Kinder ausländischer Eltern betroffen, die zwischen dem 02.01.1990 und dem 31.12.1999 in Deutschland geboren wurden und nach den Bestimmungen des § 40b Staatsangehörigkeitsgesetz
im Jahr 2000 einen Einbürgerungseintrag stellten.

6. Ich möchte die deutsche Staatsangehörigkeit erwerben, ich möchte feststellen, ob ich deutscher Staatsangehöriger bin oder habe andere Fragen zum deutschen Staatsangehörigkeitsrecht.
Wegen der Komplexität von Staatsangehörigkeitsfragen wenden Sie sich im Einzelfall am besten mit Ihrer Frage an die Botschaft.

An dieser Stelle nur einige grundlegende Hinweise:

Zur Einbürgerung:
Gewöhnlich werden nur Personen eingebürgert, die schon längere Zeit in Deutschland wohnen. Ermessenseinbürgerungen von Personen, die im Ausland wohnen, sind sehr selten und setzen ein besonderes
staatliches Interesse voraus. Gute Deutschkenntnisse und enge persönliche Bindungen an Deutschland sind – neben weiteren Voraussetzungen – erforderlich. Ermessenseinbürgerungen kommen
z.B. in Betracht bei ehemaligen Deutschen, die die deutsche Staatsangehörigkeit durch Annahme einer anderen Staatsangehörigkeit verloren haben, oder bei vor 1993 geborenen unehelichen Kindern
deutscher Väter und ausländischer Mütter oder vor 1975 geborenen ehelichen Kindern deutscher Mütter und ausländischer Väter, die nach der damaligen Rechtslage die deutsche Staatsangehörigkeit nicht
erwerben konnten.
Ausnahmen sind die Anspruchseinbürgerungen, die zur Wiedergutmachung von Ausbürgerungen während des nationalsozialistischen Regimes durchgeführt werden.

Zur Feststellung der deutschen Staatsangehörigkeit:
Wenn Sie im Ausland leben, ist das Bundesverwaltungsamt in Köln die zuständige Behörde für die
Feststellung, ob Sie deutscher Staatsangehöriger sind oder nicht. Das kann in Fällen mit komplexer
Rechtslage notwendig sein, z.B. wenn deutsche Abstammung über mehrere Generationen hinweg geltend
gemacht wird oder wenn nicht klar ist, ob der Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit eingetreten
ist. Der Antrag auf Ausstellung eines Staatsangehörigkeitsausweises kann bei der Botschaft Dublin
gestellt werden, wenn Sie dauerhaft in Irland leben. Bitte setzten Sie sich dazu mit der Konsularabteilung
in Verbindung und vereinbaren einen Termin zur Antragstellung. Bitte rechnen Sie damit,
dass Sie alle staatsangehörigkeitsrechtlich relevanten Sachverhalte (z.B. Deutscheneigenschaft der
Vorfahren, Abstammungsverhältnisse) durch geeignete Dokumente nachweisen müssen.


Beibehaltung

Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit
(§ 25 Abs. 2 des Staatsangehörigkeitsgesetzes - StAG -)

Wer kann einen Antrag auf Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit stellen?
Den Antrag können deutsche Staatsangehörige stellen, die eine andere Staatsangehörigkeit erwerben und dabei die deutsche Staatsangehörigkeit behalten möchten.

Ich möchte die Staatsangehörigkeit eines Staates der Europäischen Union oder der
Schweiz zusätzlich erwerben. Muss ich einen Beibehaltungsantrag stellen, um Deutscher zu bleiben?

Nein, wenn Sie sich in einem Staat der Europäischen Union oder der Schweiz einbürgern lassen, verlieren Sie die deutsche Staatsangehörigkeit nicht.

Welche rechtlichen Voraussetzungen müssen im Beibehaltungsverfahren erfüllt sein?
Die Erteilung einer Beibehaltungsgenehmigung ist eine Ermessensentscheidung. Eine positive Entscheidung ist möglich, wenn
⇒ Sie nachvollziehbare Gründe haben, aus denen der angestrebte Erwerb der anderen Staatsangehörigkeit
in Ihrer konkreten Situation für Sie von Vorteil ist und
⇒ Sie fortbestehende Bindungen an Deutschland haben, die das Nebeneinander zweier Staatsangehörigkeiten rechtfertigen und
⇒ das andere Staatsangehörigkeitsrecht die doppelte Staatsangehörigkeit zulässt.

Was muss ich tun, wenn ich einen Beibehaltungsantrag stellen möchte?
Wenn Sie dauerhaft im Ausland wohnen, wenden Sie sich bitte an die Deutsche Auslandsvertretung, die für Ihren Wohnort zuständig ist (Deutsche Botschaft oder Deutsches Generalkonsulat).
Die Auslandsvertretung nimmt zu Ihrem Antrag schriftlich Stellung und leitet die Unterlagen dann an das Bundesverwaltungsamt weiter. Sie informiert Sie auch, unter welchen Bedingungen der
Erwerb einer fremden Staatsangehörigkeit zum Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit führt (siehe unten).
Das Bundesverwaltungsamt ist nur für die Antragsteller zuständig, die ihren dauernden Aufenthalt im Ausland haben. Deutsche, die ihren Lebensmittelpunkt im Inland haben, wenden sich an die für ihren Wohnort zuständige innerdeutsche  Staatsangehörigkeitsbehörde.

Folgende Unterlagen und Angaben sind erforderlich:
1. Ausgefüllter Antrag
Erhältlich beim Bundesverwaltungsamt, der deutschen Auslandsvertretung oder im Internet
unter www.bundesverwaltungsamt.de. Sie können den Antrag auch formlos stellen. Bitte geben
Sie neben Ihren Personalien auch Ihre Telefonnummer und ggf. Ihre E-Mail-Anschrift
und/oder Ihre Fax-Nummer an.
2. Unterlagen und Angaben zum Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit beglaubigte Kopien
- Ihres gültigen deutschen Reisepasses
- Ihrer Aufenthaltsberechtigung im Aufenthaltsstaat (z.B. Niederlassungsbewilligung, Permanent Resident Card)

3. Angaben zu den fortbestehenden Bindungen an Deutschland auf gesondertem Blatt über - Ihre deutschen Sprachkenntnisse
- Ihre Beziehungen zu nahen Verwandten in Deutschland (Name und Anschrift der Verwandten, Art und Umfang der Kontakte)
- berufliche, geschäftliche und sonstige Beziehungen zu Deutschland (gegebenenfalls Unterlagen beifügen, z.B. bei Immobilienbesitz: Kopie des Grundbuchauszugs
oder des letzten Grundsteuerbescheids, bei Rentenbezug bzw. -anwartschaften: Kopie des letzten Rentenbescheids bzw. einer Bescheinigung über die bisherigen Beitragszeiten)

4. Angaben zu den Gründen für den angestrebten Erwerb der anderen Staatsangehörigkeit auf gesondertem Blatt zum Beispiel über konkrete Erleichterungen / Vergünstigungen oder die Vermeidung / Beseitigung konkreter Nachteile

- im Erbrecht
- bei der Gewährung von Sozialleistungen
- in der Ausbildung oder bei der Berufsausübung
- bei der Vergabe von Stipendien oder sonstigen Fördergeldern
- bei geschäftlichen Beziehungen (z.B. bei Aufträgen der öffentlichen Hand)
- bei Erwerb / Verkauf von Immobilien
- und anderes

5. Anmerkungen
Diese Erläuterungen sind nicht abschließend. Bei der Entscheidung über den Antrag wird Ihre persönliche Situation berücksichtigt. Bei Bedarf werden weitere Unterlagen oder Angaben von
Ihnen angefordert. Eventuell können Sie das Verfahren beschleunigen, wenn Sie außerdem weitere Unterlagen vorlegen, zum Beispiel:

- einen Staatsangehörigkeitsausweis oder Meldebescheinigungen, wenn Ihre Staatsangehörigkeitsverhältnisse unklar sein könnten
- Urkunden, aus denen sich Ihre Namensführung z.B. nach Heirat oder Scheidung ergibt
- Urkunden über das Führen eines ausländischen Titels nach deutschem Recht.

Bitte beachten Sie unbedingt Folgendes:
In vielen Staaten wirkt der Erwerb der dortigen Staatsangehörigkeit auf den Antragszeitpunkt zurück und führt damit zum Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit. Beantragen
Sie daher die fremde Staatsangehörigkeit zu Ihrer eigenen Sicherheit erst, wenn Sie die Genehmigung zur Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit in Händen halten!
Andernfalls verlieren Sie mit der Einbürgerung Ihre deutsche Staatsangehörigkeit.
Die Beibehaltungsgenehmigung ist für einen Zeitraum von zwei Jahren ab Ausstellung der Urkunde gültig. Sie wird wirksam mit Bekanntgabe an den Antragsteller oder seinen Bevollmächtigten.
Wird die fremde Staatsangehörigkeit vor Bekanntgabe oder nach Ablauf der Frist erworben, geht die deutsche Staatsangehörigkeit automatisch verloren. Ist absehbar, dass die
fremde Staatsangehörigkeit nicht innerhalb der Gültigkeitsfrist erworben werden kann, besteht die Möglichkeit, eine neue Urkunde zu beantragen. Die Voraussetzungen müssen auch dann vorliegen.
Bewahren Sie die Beibehaltungsurkunde auch über den Gültigkeitszeitraum hinaus auf Dauer auf. Sie benötigen diese Urkunde für den Nachweis, dass Sie die deutsche Staatsangehörigkeit
trotz Annahme einer anderen Staatsangehörigkeit nicht verloren haben. Auch Ihre Nachkommen, die die deutsche Staatsangehörigkeit von Ihnen ableiten, müssen dies möglicherweise
eines Tages belegen können.

Das Verfahren ist gebührenpflichtig!
Für die Ausstellung einer Beibehaltungsurkunde beträgt die Gebühr grundsätzlich 255,00 Euro (bei minderjährigen Kindern grundsätzlich 51,00 Euro je Kind).
Wenn Sie Ihren Antrag zurücknehmen, wird eine Gebühr von bis zu 127,00 Euro fällig. Wenn Ihr Antrag abgelehnt wird, beträgt die Gebühr grundsätzlich 191,00 Euro.



Nichterwerb bei Geburt im Ausland

Bei Geburt im Ausland erwerben Kinder, deren deutsche Eltern oder deutscher Elternteil nach dem 31.12.1999 im Ausland geboren wurde(n) und zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes ihren / seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland haben / hat, nicht durch Geburt die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn sie durch Geburt eine ausländische Staatsangehörigkeit erwerben.

Nur wenn die Eltern innerhalb eines Jahres nach der Geburt des Kindes beim zuständigen Standesamt in Deutschland oder bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung einen Antrag auf Beurkundung der Geburt des Kindes im Geburtenregister stellen, erwirbt das Kind rückwirkend zum Zeitpunkt seiner Geburt die deutsche Staatsangehörigkeit.

Beispielfall:

Herr A wird von seiner Firma im Jahr 1999 nach Spanien versetzt. Dort kommt am 01.02.2000 seine Tochter Klara auf die Welt. Die Familie kehrt nach einigen Jahren zurück nach Deutschland. Klara lernt im Jahr 2018 einen US-amerikanischen Staatsangehörigen kennen, mit dem sie in die USA zieht. Dort kommt am 01.01.2020 ihr Sohn zur Welt. Obwohl seine Mutter Deutsche ist, erwirbt er nicht durch Geburt die deutsche Staatsangehörigkeit, da er durch Geburt in den USA die US-amerikanische Staatsangehörigkeit erwirbt.

Damit das Kind die deutsche Staatsangehörigkeit erwirbt, müssen Klara oder der Vater des Kindes beim zuständigen Standesamt in Deutschland oder der zuständigen deutschen Auslandsvertretung einen Antrag auf Beurkundung der Geburt ihres Kindes stellen. Wenn der Antrag fristgerecht und vollständig gestellt wird, kann dem Kind auf Antrag ein deutscher Pass ausgestellt werden.

Bitte beachten Sie: Von dieser Regelung können alle Deutschen (Expats und Auswanderer) betroffen sein, die selbst im Ausland geboren wurden und ein Kind im Ausland bekommen, unabhängig vom Grund und der Dauer ihres Auslandsaufenthaltes.

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